Sanierung Sportplatz Kripp

GRÜNE halten fest an umweltfreundlichem Kompromiss

Die Stadtratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hatte in den Haushaltsberatungen im Dezember 2020 darum gebeten, nach einer umweltfreundlicheren Alternative für den nötigen Austausch des Kunststoffgranulats am Kripper Sportplatz zu suchen. Daraufhin wurden per Stadtratsbeschluss die Haushaltsmittel zunächst gesperrt und die Verwaltung beauftragt, verschiedene Alternativen zu vergleichen. Nun stellte die Verwaltung im Haupt- und Finanzausschuss am 8. März einen guten Kompromiss vor: Anstatt des Kunststoff-Granulats soll eine Kork-Sand-Schicht zum Einsatz kommen. Dies erfordert keine Bewässerung, gibt kein Mikroplastik an die Umwelt ab und ist für Fußballspielende und den Verein ohne Nachteile.

Überrascht, aber sehr erfreut zeigte sich Stefani Jürries, Fraktionssprecherin der GRÜNEN, darüber, dass diese deutlich umweltfreundlichere Alternative den vom Stadtrat gesetzten finanziellen Rahmen sogar unterschritt. „Es zeigt, dass es sich lohnt, aus gewohnten Bahnen auszubrechen und neue Ideen zu verfolgen“, sagte Jürries in der Ausschusssitzung am Montag und bedankte sich ausdrücklich bei der Verwaltung für deren Einsatz. Wichtig sei ihr als Kripperin auch, dass die Sporttreibenden des SV Kripp mit der Lösung zufrieden seien. Zudem könne man diese Lösung auch für weitere künftige Sanierungsfälle im Stadtgebiet ins Auge fassen, hofft Jürries für ihre Fraktion. „Die große Belastung unserer Umwelt durch Mikroplastik tritt in den letzten Jahren immer deutlicher zu Tage. Wir sollten diese Tendenz stoppen.“

Die SPD- und FDP-Fraktion im Stadtrat Remagen sahen dies jedoch anders. Sie versuchten, die für den Sportverein wichtige zeitnahe Umsetzung durch allerlei Bedenken und schließlich die Forderung nach weiterer Überprüfung zu torpedieren. Glücklicherweise entschied am Ende der Haupt- und Finanzausschuss mehrheitlich, dem Stadtrat die Entsperrung der Haushaltsmittel zu empfehlen. Die Stadtverwaltung wird selbstverständlich eine weitere Prüfung vornehmen, um die Bedenken komplett zu zerstreuen. „Neuen Ideen und Konzepten, die sich um den so wichtigen nachhaltigen Umgang mit unserer Natur bemühen, muss eine faire Chance gegeben werden“, so Jürries, die ebenso wie Bürgermeister Ingendahl den Pilotprojekt-Charakter positiv und nicht negativ sieht.

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